Taklinn Haldorson

Taklinn Haldorson, ein 59-jähriger Zwerg aus dem Dorf Leet nahe dem Ghalgrat in Trion.

Heut war echt was los, ich schwör’s. Kaum komm ich mit drei Hasen von der Jagd zurück – saubere Treffer übrigens, alle mit einem Schuss erledigt –, da stolper ich direkt in den nächsten Trubel. Die kleine Recha Viktoria ist wieder im Dorf aufgetaucht. Hat wohl ihre Ritterausbildung abgeschlossen und will jetzt Lambert ablösen. Ja, genau, den Lambert. Der alte Knochen hängt so sehr an seinem Job, dass ihn wahrscheinlich nur der Tod davon trennen wird. Das wird noch ein Spaß, die zwei zusammen zu sehen. Ich geb’s zu, ich freu mich schon auf die ersten Wort-Gefechte.

Aber das war noch lang nicht alles. Da war auch so ein Kerl, nennt sich Zhenn und behauptet, er sei Priester. Priester, ja? Ohne Papiere, ohne Siegel, ohne irgendwas, was das belegen könnte. Großmutter meinte, er wirkt göttliche Magie – und wenn sie das sagt, dann hat das Gewicht. Aber trotzdem, ich trau dem nicht. Der wurde aus dem Gefängnis gelassen, aber ich sag’s dir, ich hab ein Auge auf den. Solche Leute sind wie ein schlecht gespannter Bogen: Man weiß nie, wann sie brechen.

Und dann, als ob das nicht schon genug wäre, taucht auch noch ein Elf auf. Einer von diesen Spitzohren, vor denen Großmutter immer warnt. Der will, dass wir ihn Felix nennen. Felix! Aber eigentlich heißt der Kerl Felicis Mithrandir Xhayet. Klingt wie ein Name, den man sich ausdenkt, wenn man Eindruck schinden will. Angeblich will er Abenteurer werden. Abenteurer, pah! Was der wohl ausgefressen hat, dass er hier gelandet ist? Ich werd ihn im Auge behalten, keine Frage.

Ach, und dann war da noch ein Mensch namens Niyuk. Blind oder fast blind, schwer zu sagen. Der ist mit einer Karawane über den Ghalgrat gekommen. Allein das ist schon eine Leistung, aber der Typ hat sich gleich mal mit dem Baron von Casnewydd angelegt. Ja, dem Baron. Onthar, der alte ist höchstpersönlich in unser kleines Dorf gekommen und hat sich in die Taverne gesetzt, als Recha und ich gerade mit den Neuankömmlingen geredet haben. Was der Baron wohl von uns will? Ich hab da so ein Gefühl, dass das nichts Gutes ist.

Dann kam Lyydia, Oma hat sie wohl geschickt um mich abzuholen, wir stellten ihr noch die neuen vor und begaben uns dann Nachhause, ich muss mich ja noch um die Hasen kümmern. Recha begleitete uns da sie noch ein paar Salben haben wollte und informierte sich nochmals ob der Zhenn wirklich ein Priester ist, Oma meinte nur das kann sie nicht beantworten sondern hat nur gesehen das er göttliche Magie wirkt.

Alles in allem ein Tag, der mehr Fragen aufwirft, als er Antworten liefert. Aber hey, wenigstens hab ich die Hasen. Die werden morgen schön geschmort.


Ein Character von Tealk, gespielt wird das Pathfinder Regelwerk in der Aborea Welt.

Dieser Artikel ist unter CC-BY-SA 4.0 lizenziert.

Als der Baron von Casnewydd uns unter der mächtigen Eiche im Dorf zusammenrief, wusste ich sofort, dass es sich um eine wichtige Angelegenheit handeln musste. Und als Großmutter Ilany bei der Erwähnung von Eliseras Entführung vor 17 Jahren einen Schatten über ihr Gesicht huschen ließ, wurde mir klar, dass diese Mission auch für sie eine tiefe persönliche Bedeutung hatte. Ohne ein Wort zu sagen, forderte sie Lyydia und mich auf, uns der Suche nach der vermissten Tochter des Barons anzuschließen.

Also machten wir uns auf den Weg zur Wache, wo wir auf Recha, Felix, Niyuk und den seltsamen Zhenn trafen. Letzterer wollte Recha erst einmal auf ihre Fähigkeiten prüfen, bevor er sie als würdig erachtete, an der Rettungsmission teilzunehmen. Mehr schlecht als recht quälten sich die drei durch den Übungsplatz der Wache. Der Baron gab uns schließlich Proviant für fünf Tage und Großmutter Ilany gab uns eine Karte mit. Dann zogen wir los, um Elisera zu finden und sie, wie der Baron sagte, “zurückzuentführen”, da sie als Säugling verschleppt worden war.

Schon bald stießen wir auf die ersten Herausforderungen. Riesige Bussarde kreisten über uns, als wir eine aufgeplatzte Bergziege fanden, die wohl von einem Felsen gestürzt war. In der Nacht wurden wir von einer Horde gigantischer Ratten mit langen Hinterbeinen angegriffen, deren Zähne selbst durch unsere Rüstungen zu dringen schienen. Am nächsten Tag entdeckten wir einen Rucksack, der seltsame Dinge zu bergen schien. Als Lyydia hineingriff, wurde sie von etwas Unbekanntem gebissen, und als Recha weiter darin herumstocherte, brach ein Schwarm Insekten über uns herein.

Trotz dieser Widrigkeiten konnten wir zwei Heiltränke, einen wertvollen Edelstein und ein Buch in einer mir unbekannten Schrift bergen. Während der Rast wollte Zhenn das Buch näher untersuchen, doch dann schien er völlig die Kontrolle zu verlieren und stürzte sich auf Felix. Erst als Recha das Buch verbrannte, beruhigte sich der “Priester” wieder.

Später gelangten wir in die gefährliche Helka-Enge, wo wir von seltsamen Tentakeln aus den Felsspalten angegriffen wurden. Eines der Monster schien eine unglaubliche Regenerationsfähigkeit zu besitzen und tauchte immer wieder auf, sodass wir die Arme mehrmals zurückschlagen mussten, bevor wir endlich aus dieser tückischen Schlucht entkamen.

Im Wald trafen wir dann auf eine Gruppe Orks, die zunächst vor uns flohen, bis wir merkten, dass sie nicht uns, sondern einem riesigen Troll den Rücken zukehrten. In der darauffolgenden Nacht kam ein Ork zu uns und zwang uns, eine Frau mitzunehmen, da sie sonst wohl als politisches Druckmittel dienen sollte, wie sich herausstellte, handelte es sich um Elisera was wohl ein. Minna scheint uns wohl gewogen zu sein. Auf dem Heimweg wurden wir schließlich noch von einem mächtigen Berglöwen angegriffen welche wohl den Elf sehr schmackhaft fand doch wir konnte ihn retten und den Löwen erledigen. Leider konnte ich diesen nicht verarbeiten zum mitnehmen.

Zu guter Letzt kam es zu einem Zwischenfall, bei dem Zhenn und Felix völlig die Kontrolle verloren und Recha sowie Lyydia angriffen. Nachdem wir sie aufgehalten haben, indem wir den Talisman den uns der Ork gegeben hatten verbraucht haben, verlangten wir von ihnen abstand von uns zu halten und uns dann zu folgen. In Leet angekommen übergaben wir Elisera an ihren Vater und dann begaben wir uns zu Lambert und erklärten ihm was vorgefallen war. Er ließ nach unserer Großmutter schicken um sich die zwei Besessenen anzusehen. Diese wurden dann in DEN Keller gebracht und zwar in den Bereich wo ich nicht rein darf. Dort wurden Großmutter dann von dem Priester angegriffen, doch bevor ich ihm meine Axt über den Kopf hauen konnte, haben ihn meine Schwester und der Elf bereits niedergerungen. Nachdem sie mit dem Elf fertig war, schaut aus wie ein buch, lauter Runen und Wörter sind in ihn eingeritzt worden. Der Priester durfte aber in die zweite Runde und wurde diesmal mit den guten Ketten die ich für das große Wild benutze festgekettet.

Das zerbrochene Stück das uns Elisera mitgegeben hat konnte meine Großmutter als wertvolles Zwergenmetall erkennen und sie erklärte uns, dass der Edelstein, den wir gefunden hatten, von einem Kopf des Kabukels stammte – einer Art von Magiern, die andere versklavten.

Es war eine gefährliche und anstrengende Reise, doch ich bin froh, dass wir Großmutter Ilany und dem Baron bei ihrer Mission helfen konnten. Hoffentlich finden wir bald Elisera und können sie wohlbehalten zurückbringen.


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Mark, der Händler, ist seit fünf Tagen verschwunden, und die Wache scheint sich einen Dreck darum zu scheren. 10 Silber Belohnung für denjenigen, der ihn und seine Waren findet – das klang für mich nach einer Herausforderung, die ich nur zu gerne annahm.

In der Nacht wurden wir von einem Wesen heimgesucht, das eine Sammelleidenschaft für Gegenstände zu haben schien, die Geräusche erzeugen konnten. Ausgerechnet Felix, unser Elf, verfing sich in meinem Netz mit Glöckchen, als ich es aus dem Baum holte. Typisch Spitzohr eben – mehr Glück als Verstand.

Später stießen wir auf Marks Wagen – umgekippt und eine Katastrophe. Die Pferde waren von Wölfen zerrissen worden, ein Anblick, der selbst mir, hartgesottener Jäger, die Kehle zuschnürte. Die Überreste sahen aus, als hätten die Bestien eine Metzgerei heimgesucht.

Im Wald dann die nächste Überraschung – ein Oger, so groß wie ein Baum und so hässlich wie die Sünde. Sein erster Schlag hatte es in sich und ich war schneller k.o. als ich “Donnerwetter” sagen konnte. Was danach passierte, erfuhr ich nur aus den Erzählungen der anderen. Anscheinend ist der Oger am Ende merkwürdig explodiert – und der “Wolf”? Nichts weiter als ein Ding, zusammengesetzt aus Insekten und Parasiten. Klingt mehr nach einem schlechten Traum als nach Realität.

Meine Schwester Lyydia zeigte einmal mehr ihre Klasse. Mit Hilfe von Feen konnte sie den “Priester” Zhenn und eine Pilgerin retten. Oma Ilany war darüber allerdings gar nicht begeistert. Ich kenne diesen Blick – wenn Großmutter so schaut, dann bedeutet das Ärger.

Auf dem Rückweg fanden wir einen weiteren Wagen, diesmal gehörend zu den Quintas, einer Gruppe von Gauklern, die mehr nach buntem Jahrmarkt als nach ernsthafter Arbeit aussahen:

Naplur, ein Mensch und Anführer der Truppe. “Viper”, ein Gnom, den sie Schlangenmensch nennen – klingt nach jemandem, dem ich nicht zu nahe kommen würde. Lendar, ein Zwerg wie ich, aber ein Schelm und Puppenspieler. Gianni, ein Halbling, der Feuerspucker ist. Pierre, ebenfalls ein Halbling, Artist und Akrobat, der ständig in einem Vogelkostüm herumläuft. Und Maria Estephania, eine Menschenfrau, die angeblich mittelmäßig kochen kann.

Was für eine Truppe! Ich schwöre, manchmal ist das Leben komplizierter als eine Fuchsjagd im Nebel.


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Es war nicht nur das, was Geräusche macht – nein, diese verdammte Fee hatte es auf alles abgesehen, was glitzert! Recha, Lyydia, ich und Niyuk stellten fest, dass uns einiges abhanden gekommen war. Niyuk vermisste sogar ihre Schreibfeder. Mit Cregas Hilfe verfolgten wir die Spuren durch das Dorf und dann weiter durch den Wald, meinen Fallen entlang.

Schwesterherz, Lyydia, stellte schnell fest, dass wir es mit einer Fee zu tun hatten – eine Elster der magischen Art, die alles Glitzernde stahl. Recha gelang es tatsächlich, eine Fee im Wald zu fangen. Nach einigem Hin und Her erklärte sie uns ihre Geschichte: Ihre Schwester Kix wurde von drei Ogern gefangen gehalten, und Tix – so der Name der Fee – wurde gezwungen, zu stehlen.

Wir beschlossen, die Oger zu bekämpfen und Kix zu befreien. Auf dem Weg dorthin wurden wir von einem Wolfsrudel überfallen. Ich schlug den Leitwolf k.o. und Recha wollte ihn behalten doch er weigerte sich und sie ließ ihn dann laufen – manchmal ist Gnade besser als sinnlose Gewalt.

Der Priester Zhenn verließ uns am Morgen und wollte nach Leet zurückkehren. Vor dem Ogerlager trafen wir Tix wieder, die Tiere und drei Kobolde als Verstärkung mitbrachte. Während Lyydia die Gegner mit Wurzeln fesselte, erledigte ich zwei Oger kurzerhand. Wir erfuhren, dass ein Trollkönig die Oger beauftragt hatte, Schätze zu sammeln.

Niyuk, die immer diese seltsamen Vorahnungen hat, drängte darauf, mit Recha schnell nach Leet zurückzukehren. Mir war das Hetzen durch den Wald zu heiß – typisch Recha eben.

Bei der Sichtung des Diebesguts fanden wir ein verformtes Amulett des Priesters. Als Lyydia es ansah, begann sie plötzlich zu schreien. Ich brachte sie schnell zu Oma Ilany, wo der Schreikrampf genauso abrupt aufhörte. Großmutter meinte nur, wir sollten das Amulett beim Schmied einschmelzen lassen, und verstaute es in einer schwarzen Kiste.

Und dann die neueste Hiobsbotschaft: Der Priester Zhenn scheint vollständig besessen zu sein. Felix erzählte, er hätte ihn angegriffen – mit Tentakeln, die aus seinem Ärmeln geschossen sind. Tentakel! Aus den Ärmeln! Bei Minna, was für eine verdammte Sauerei!

Ich schwöre, manchmal denke ich, unser Leben ist mehr ein wirres Abenteuer als eine geordnete Existenz. Aber hey, langweilig wird's einem mit dieser Truppe nie.


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